Bieterverfahren

Da die Nachfrage nach Immobilieneigentum in unserer Region unproportional zum Angebot rasant nach oben steigt, werden immer mehr Immobilienverk√§ufe durch Bieterverfahren abgewickelt. Grund hierf√ľr ist unteranderem auch, dass dem Eigent√ľmer die Entscheidung, f√ľr welchen K√§ufer er sich schlussendlich endscheiden soll, erleichtert wird und die vorhandenen Kaufinteressenten gleiche Chance zum Erwerb der Immobilie erhalten. Hier geht es nicht darum wer schneller angerufen, besichtigt oder die Kaufbest√§tigung der Bank vorgelegt hat. Hier geht es vielmehr darum, dass jeder Kaufinteressent ausreichend Zeit bekommt, sich mit der Immobilie auseinander zu setzen und diese in Ruhe auch mehr als nur einmal zu besichtigen kann. Diesen Vorteil bekommt nicht nur der Verk√§ufer, sondern der Interessent, der sich dann schlussendlich f√ľr den Kauf der Immobilie entscheidet. Der Ablauf Die Verkaufsmethode des Bieterverfahrens ist die gleich wie beim Verkauf einer normalen Immobilie. Die Immobilie wird auf der Internetplattform inseriert und es m√ľssen vorher alle Objektunterlagen wie z. B. Informationen √ľber die Lage, das Objekt, Pl√§ne, ggf. Miet-, Pacht- und Gestattungsvertr√§ge sowie die Grundbuch-/Belastungsinformationen, zusammengestellt werden. Aufgrund der hohen Anfrage werden in der Regel alle Kaufinteressenten zu einem Besichtigungstermin eingeladen. Hier erhalten die Kaufinteressenten vor der Besichtigung ein Expos√©, welches alle Informationen √ľber das Objekt enth√§lt. Nach den Besichtigungsterminen werden die potentiellen Kaufinteressenten √ľber den Ablauf des Bieterverfahrens informiert. Hier wird auch die Bieterfrist den K√§ufern genannt. In der Regel betr√§gt die Bieterfrist zwei bis vier Wochen. W√§hrend dieser Frist haben die Interessenten noch die M√∂glichkeit einen weiteren Besichtigungstermin zu vereinbaren. Interessierte k√∂nnen bis zu der vereinbarten Bieterfrist ihr Angebot f√ľr die Immobilie schriftlich abgeben. Nach Ablauf der Bieterfrist, kann dann der Eigent√ľmer entscheiden, ob er das H√∂chstgebot annimmt oder ablehnt. Nimmt er das Angebot an, so kann er auf dessen Grundlage mit dem Kaufinteressentenweiterverhandeln. Hier muss allerdings weiterhin die Kaufbereitschaft des Angebotsstellers bestehen, so dass dann der rechtskr√§ftige Verkauf der Immobilie √ľber einen Notar abgewickelt werden kann. Ein Bieterverfahren ist sinnvoll, bei Immobilien in guter Lage, die aber renovierungsbed√ľrftig sind. Hier gibt es h√§ufig unterschiedliche Sch√§tzungen, was den Marktwert betreffen. Durch das Bieterverfahren l√§sst sich der Marktwerkt problemlos feststellen. Auch eignet sich ein Bieterverfahren f√ľr schlecht verk√§ufliche Immobilien, da hier die Chancen steigen einen passenden K√§ufer f√ľr die Immobilie zu finden. Ebenso kann ein Bieterverfahren hilfreich sein, wenn bereits Versuche gescheitert sind die Immobilie zu verkaufen. Aber auch, wenn Immobilien schnell verkauft werden soll eignet sich das Bieterverfahren hervorragend an.

Vorteile eines Bieterverfahrens

‚Äʬ† Das Bieterverfahren erh√§lt mehr Aufmerksamkeit auf dem Markt

‚Äʬ† Der Verkauf kann innerhalb von wenigen Wochen abgewickelt werden

‚Äʬ† Ein optimaler Verkaufspreis durch gr√∂√üeren Wettbewerb kann erreicht werden

‚Äʬ† Dem Verk√§ufer wird ein realer Marktwert durch das Bieterverfahren genannt

Nachteile eines Bieterverfahrens

‚ÄĘ Durch das Bieterverfahren kommt es nicht zwangsl√§uft zum Verkauf der Immobilie. Hier kann der K√§ufer abspringen oder dem Verk√§ufer kann das Angebot zu niedrig sein.

‚Äʬ†Der Wettbewerbsgedanke kann sich evtl. negativ auf Kauinteressenten auswirken. Oft f√ľhlen sich Kaufinteressenten √ľberfordert mit solch einer Situation.

Da hinter einem Bieterverfahren viel mehr Aufwand steckt, wie manch Eigent√ľmer vermuten, raten wir Ihnen hier einen erfahrenen Immobilienprofi damit zu beauftragen.